Institut für Psychotraumatologie Hamburg  

 

 

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Extratage

Im Kontext der Jahresfortbildung "Organisierte Rituelle Gewalt und Komplextrauma" in Kooperation mit dem Zentrum für Psychotraumatologie e.V. Kassel und VIELFALT e.V. Bremen:

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Extratage A: Pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Termine: 22.09.2012 / 23.09.2012

                                        In der pädagogischen Arbeit, Beratung und Seelsorge begegnen uns Kinder und Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen. Bei dauerhaften Gewalterfahrungen im physischen, psychischen und sexuellen Bereich gelingt das Überleben nur durch das Abspalten von traumatischen Erlebnissen und den damit verbundenen Gefühlen und Gedanken. Dieser Mangel an Integration spiegelt sich im Körper, aber auch in den Alltagsbeziehungen wider und ist für Fachleute und HelferInnen eine spezielle Herausforderung.
An einem ersten Seminartag sollen zunächst Grundlagen über Rituelle Gewalt, Dissoziation, Programmierung und innere Systeme von betroffenen Menschen gelegt werden. Praxisbeispiele unterstützen die Inhalte. Dabei soll die Möglichkeit zum Austausch nicht zu kurz kommen.
Die zentrale Bedeutung von Bindung bei der Traumaverarbeitung unter Berücksichtigung der kindlichen Entwicklungsstufen sowie das scheinbar normale, aber dennoch verrückte Alltagsleben der Betroffenen zu verstehen, sind entscheidend, damit die Hilfe nicht an den Ursachen vorbeiläuft.
Der zweite Seminartag berücksichtigt das alltägliche Leben von Kindern und Jugendlichen mit dissoziativen Persönlichkeitsstrukturen. Wie gelingt es, den Alltag mit einer „Gruppe“ zu bewältigen? Was bedeutet es für Familie, das schulische Umfeld und die Freizeit? Es geht auch um Krisenbewältigung von Betroffenen mit rituellen Gewalterfahrungen. Wo sind Möglichkeiten, wo Grenzen?
Die Seminartage sollen zur Aufklärung, Stärkung und Ermutigung beitragen.

Kosten:
€ 240
inkl. Imbiss, Getränke sowie Skripte und Unterlagen

Ort und Zeit:
Praxis Dr. Claudia Berner, Friesenweg 1, 22763 Hamburg
Samstag, 11-18h und Sonntag, 10-17h.

Seminarorganisation:
Pia Heckel, Tel. 040- 450 351 39
www.ifp-hamburg.de, ifp-hamburg@web.de                       

Referentin: Anette Prigge                                  

                                                                                         

Extratage B: Stärkung für private Ausstiegsbegleiterinnen

Termin: 27.10.2012

                                        Private AusstiegsbegleiterIn zu sein, heißt, unmittelbar mitzuerleben, was Ausstieg aus Organisierter und Ritueller Gewalt bedeutet. Niemand ist so nah an Angst, Ohnmacht, Hoffnung und Schmerz der AussteigerIn und kaum jemand erlebt die Folgen von Täterbedrohung und Programmierungen so direkt mit wie FreundInnen, PartnerInnen und andere begleitende Angehörige. Dabei bewegen sich die eigenen Gefühle und Gedanken oft in einem Spannungsfeld von Rettungsfantasien, Rachegedanken, Verzweiflung und Erschöpfung. Der Alltag kann bestimmt sein von dem Gefühl, niemals Pause machen zu dürfen und immer präsent sein zu müssen in Anbetracht der Bedrohung. Gleichzeitig bleiben private UnterstützerInnen mit ihren Erfahrungen oft allein und müssen sich individuelle Wege suchen.
An diesem Seminartag wollen wir uns damit beschäftigen, was Ausstiegsbegleitung eigentlich bedeutet und was Voraussetzungen für eine gelungene Begleitung sind. Was können generell Schwierigkeiten und Fallen sein – wo liegen die Grenzen dessen, was Einzelne tragen können und wollen? Es wird Möglichkeiten für die TeilnehmerInnen geben, sich die eigene Situation anzuschauen und zu überlegen, was gebraucht wird. Dabei wird es viel Platz für Stärkendes, für Übungen und Angenehmes geben.

Kosten:
€ 120
inkl. Imbiss, Getränke sowie Skripte und Unterlagen

Ort und Zeit:
Praxis Dr. Claudia Berner, Friesenweg 1, 22763 Hamburg
Samstag 11-18h

Seminarorganisation:
Pia Heckel, Tel. 040- 450 351 39
www.ifp-hamburg.de, ifp-hamburg@web.de

* Beide Referentinnen sind Mitarbeiterinnen bei Vielfalt e.V. und dort in der Beratungs-, Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu DIS/„Viele-Sein“ und Rituelle Gewalt tätig. Beide haben langjährige Erfahrung in der Ausstiegsbegleitung und in der Begleitung unterstützender Menschen aus dem sozialen Umfeld.      

                                                                                                  

Referentinnen: Andrea Rüppell & Lydia Maltis *    

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                                        Referentinnen:             

Lydia Maltis, Künstlerin und Autorin, Arbeit mit Sprache, Farbe, Klang und Worten, mit Datenbanken, EDV, Content Management Systemen (CMS). Mitarbeiterin von Vielfalt e.V. und dort in der Beratungs-, Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu DIS/ "Viele-Sein" und Rituelle Gewalt tätig.                         

                                                                                                  

Anette Prigge, Heilpädagogin, Christliche Beraterin, Seelsorgerin nach Team F, Einzel- u. Paarberatung, Eheseminare; 15-jährige Erfahrung in der Arbeit mit Pflegekindern mit schweren Verhaltens- u. emotionalen Störungen, Erfahrung in der pädagogischen Arbeit mit komplextraumatisierten Kindern und Jugendlichen mit rituellen Gewalterfahrungen; ehrenamtlich verantwortlich für die Leitung einer Intervisionsgruppe für Seelsorger. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Professionalisierung von Seelsorgern im ehrenamtlichen Dienst durch Organisation von Fortbildungsangeboten und Supervision.                    

                                                                                                  

Andrea Rüppell, Psychologische Psychotherapeutin, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Körperorientierte Psychotherapie, Traumatherapie für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, seit 2007 in einer Praxis in Bremen tätig. 2010-2011 Mitarbeiterin der Beratungsstelle Schattenriss, seit 2009 Begleitung des Viele-Treff Bremen. Veröffentlichung im Handbuch „Trauma und Dissoziation“ (Hg. Fliß/Igney, Pabst Science Publishers, 2008). Mitarbeiterin von Vielfalt e.V. und dort in der Beratungs-, Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu DIS/ "Viele-Sein" und Rituelle Gewalt tätig.